DIE MUSIK SÜDOSTASIENS:                                                                                                                                                                                                                            www.musikausasien.de

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Die Instrumente
DieMundorgel Sheng
Die Mundorgel Sheng steht exemplarisch für analoge Mundorgeln in ganz Asien: Die japanische Sho gleicht der chinesischen Sheng nicht nur vom Spielprinzip sondern auch vom Erscheinungsbild und Aufbau. Andere Mundorgeln wie die Laotische Khen oder die ebenfalls chinesische HuLuSi sind dagegen anders strukturiert.

Die Sheng ist ein Flächeninstrument mit 17 Pfeiffen. Heute findet man fast nur noch größere Instrumente mit 21 oder 37 Pfeiffen. Die Sheng ist durchdringend und laut und ein wichtiger Teil des klassischen Ensembles und der Priesterschaft in den Tempeln, wo oft drei oder mehr Sheng gleichzeitig erklingen. Die Sheng ist eines der wenigen Instrumente Chinas, das fähig ist Akkorde zu spielen. Normalerweise bestehen die Pfeiffen aus Bambus, doch inzwischen sind auch Versionen mit Metallpfeiffen erhältlich.

Die Version mit 17 Pfeiffen ist meist diatonisch 
gestimmt - inzwischen gibt es jedoch auch chromatische Versionen dieses Instruments. Bei älteren Instrumenten waren 3 bis 4 der 17 Pfeiffen stumm oder künstlich geblockt, heute sind es meist nur noch 2.
Moderne Versionen kennen auch eine Art Tastatur, die zum Schließen der Löcher der Pfeiffen anstelle der Finger benutzt wird. Das Mundstück der antiken Instrumente war viel länger, angeblich, damit der Kaiser die Gesichter der Spielerinnen deutlicher erkennen konnte.

Die japanische Version der Sheng, die Sho, ist eine unverzichtbare Komponente der japanischen Instrumentalmusik Gagaku, und damit ein wichtiger Stellvertreter der frühesten Instrumentalmusik Asiens. Inzwischen hat die Sheng oder Sho auch in europäischen Kompositionen Platz gefunden, so zum Beispiel beim Komponisten John Cage.
Für das Spielen der Sheng braucht man einen starken, lang anhaltenden Atem mit viel Druck, und um die Flächenklänge lang genug zu halten sollte man das respiratorische Atmen beherrschen.


Auf meinen englischen Seiten finden Sie noch mehr Bilder, Links und Informationen zur Sheng.
Bitte besuchen Sie auch meine Videoliste auf "Youtube" - dort finden Sie auch Videos der Sheng.

Bilder (Anklicken zum Vergrößern):

              

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